| Ambulante Hilfen |
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gem. § 27 in Verbindung mit § 30/31/35 SGB VIII Grundlage unseres ambulanten Leistungsangebotes bildet die Erkenntnis, dass den ambulanten und teilstationären Hilfen im Gesamtkontext der erzieherischen Hilfen zunehmend mehr Beachtung geschenkt werden muss. Gegenüber den tradierten familienersetzenden stationären Hilfen muss familienunterstützenden Angeboten und Leistungen, ohne dass diese als konkurrierend verstanden werden, mehr Raum gestattet werden. Bei allen von uns angebotenen Hilfen werden die Unterstützenden persönlichen, sozialen und materiellen Ressourcen erkundet und genutzt. Im Gefährdungsbereich werden die Aufträge des Jugendamtes an das Familiensystem fachlich begleitet und kontrolliert. Hilfen zur Erziehung nach Maßgabe des § 27 KJHG in Verbindung mit:
§ 30 KJHG Erziehungsbeistand, Betreuungshelfer Der Erziehungsbeistand als Angebot der ambulanten Erziehungshilfe mit dem Auftrag der Klärung und Bearbeitung Konflikthafter Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen.
Dabei streben wir die Aufrechterhaltung der Vertrauten Lebenswelt des Kindes oder Jugendlichen in ihren Familien an.
Wir zielen auf eine längerfristige Problemlösung ab, die Ziele, Inhalte und Dauer orientieren sich individuell an den Problemstellungen.
§ 31 KJHG Sozialpädagogische Familienhilfe SPFH konzentriert sich auf die gesamte Familie. Sie hat zum Ziel, das Selbsthilfepotential aller Mitglieder des familiären Systems so zu stärken, dass durch Vernetzung aller Ressourcen und Kompetenzen tragfähige Beziehungen entstehen oder wieder hergestellt werden und die Organisation der Familie wieder gelingt.Das beinhaltet auch die Vermittlung in Fällen, wo sich Familienmitglieder darüber klar werden müssen, dass Hilfe auch bedeuten kann, sich momentane Unmöglichkeit der Lösung von Konfliktlagen aus eigener Kraft einzugestehen (z.B. bei Suchtproblematiken oder psychischen Erkrankungen) und professionelle Hilfsangebote anzunehmen. § 35 KJHG Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung hat zum Ziel, Jugendliche oder junge Volljährige so zu beraten, begleiten und anzuleiten, dass sie sich zurecht finden, vorbereitet werden auf ein eigenständiges Leben, ausgestattet mit allen dafür erforderlichen Voraussetzungen, sowohl in Bezug auf die Lebensgrundlage als auch auf die entsprechenden Handlungskompetenzen und Interaktionsfähigkeiten.
Um den Hilfebedarf genauer zu erkunden und planbar werden zu lassen, beginnt unser Angebot grundsätzlich mit einer 6wöchigen Clearingphase. Dabei geht es primär um:
In dieser Clearingphase wird durch unsere Mitarbeiter eine pädagogische Einschätzung des Kindes/jungen Menschen und dessen Umfeld vorgenommen. Unter Einbeziehung der individuellen Vorstellungen, Möglichkeiten und Wünsche des Kindes/Jugendlichen wird gemeinsam mit den Sorgeberechtigten, dem Jugendamt und dem Träger ein geeignetes Hilfesetting entwickelt.
Besondere Leistungsbereiche
Krisenintervention Sollte in einer Familie eine Situation entstehen, die aufgrund ihrer Konflikthaftigkeit zu einer Gefährdung für das Familiensystem wird, können wir eine sofort einsetzende Krisenintervention mit einem entsprechend erhöhtem Stundenaufwand anbieten. Wir gehen davon aus, dass es in jeder Familie die Möglichkeiten für Veränderungen gibt und verstehen die Krise als Chance zu Veränderung. Bei der von uns angebotenen Hilfe werden die unterstützenden persönlichen, sozialen und materiellen Ressourcen erkundet und genutzt. Die Sicherheit der Kinder steht für uns im Mittelpunkt der Maßnahme. Eine Krise dauert in der Regel 4 Wochen. Aufgrund dessen ist unsere Kriseninterventionsmaßnahme auf einen Zeitraum von 4 bis 6 Wochen ausgelegt. Über eine anschließende Hilfe wird dann gemeinsam mit dem Sozialpädagogen des zuständigen Jugendamtes beraten.Konkrete Ziele sind: · Erhalt der Familie · Deeskalation der Krise durch Bearbeitung akuter Konflikte · Aktivierung der Stärken und Ressourcen der Familie · Wiederherstellung und Gewährleistung der Sicherheit des Kindes Co-Arbeit
Immer häufiger treffen wir in unserer Arbeit auf Familiensysteme, die bedingt durch die Vielschichtigkeit der Problemlagen nur schwer durch eine Einzelperson zu betreuen sind.
Hier erscheint der Einsatz von Co-Arbeit als besonders vielseitiges methodisches Mittel angezeigt, die Aufgabenverteilung wird klarer und kann spezifischer für die Familie durchgeführt werden.
Die Vorteile der Co-Arbeit zeigen sich insbesondere bei:
- Familien mit chronischen Strukturkrisen und daraus resultierend einer Vielzahl von Aufgabenstellungen - undurchsichtigen Familienstrukturen - Wenn unterschiedliche Qualifikationen eingesetzt werden müssen - der Arbeit im Zwangskontext - geschlechtsspezifischen Problemen und Paarproblematiken
Trotz des Mehraufwandes bezüglich Zeit, Intensität und Belastung bietet die Co-Arbeit methodische Vorteile. So lassen sich zum Beispiel verschiedene Interpretationen nutzbar machen, oder aber die Nähe und Distanz zur Familie kann variabler eingesetzt werden.
Psychologische Beratung
Immer häufiger treten bereits bei Kinder und Jugendlichen psychische Störungen auf, die sich jedoch in ihrer Ausprägung und Symptomatik von den Störungen im Erwachsenenalter unterscheiden.Aufgrund dessen verbinden wir Elemente der Erlebnisorientierten Arbeit mit Elementen der Spieltherapie. Ziel ist es eine Vertrauensvolle Beziehung zu schaffen, in der sich das Kind/der Jugendliche öffnen kann und wieder empfänglich wird für neue Handlungsansätze. Befinden wir uns im Bereich der Traumatisierung und der diagnostizierten psychischen Störung wird der Psychologe neutraler Wegbegleiter, der professionell vermittelt, Kontakt zu weiterführenden Institutionen herstellt und diese begleitet. Besonders geeignet erscheint Psychologische Beratung: - in belastenden Lebenslagen (Trauer, Scheidungen, Erkrankungen) - bei einem erhöhten Bedarf an Biographischer Aufarbeitung - bei Notwendigkeit von Gesprächs- und Verhaltenstherapie
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