Die CHRISTIANI Sozial-Therapie ist eine umfassende Gestalt, mit den drei wesentlichen Elementen:

Die Einrichtung lässt sich in der pädagogischen Arbeit von der Überzeugung leiten, daß Kindern im Rahmen der Jugendhilfe für ihre gedeihliche Entwicklung eine altersentsprechende entwicklungsanaloge Situation und/oder Gemeinschaftsstruktur förderlich ist. Die Einrichtung ist Bestandteil der sich ständig verändernden Gesellschaft. Es hält daher nicht dogmatisch an Werten fest, sondern überprüft vorhandene Grundsätze permanent.
Die Mitarbeiter/innen der Einrichtung begleiten ihrem Verständnis nach Kinder und Jugendliche im Rahmen der Jugendhilfe professionell ein Stück auf ihrem Lebensweg. Sie nehmen sie so an, wie sie sind. Der Mensch hat einen Wert an sich. Die Mitarbeiter/innen der Einrichtung wollen Kindern und Jugendlichen darin ein Vorbild sein.
Die Meinung der in der CHRISTIANI Hofgemeinschaft Falkenhorst lebenden Kinder und Jugendlichen ist wichtig, wird akzeptiert und in den Erziehungsprozess integriert. Erziehung zur Autonomie, Partizipation und Demokratiefähigkeit sind wichtige pädagogische Anliegen.

Grundlage unserer gesamttherapeutischen Arbeit ist das geisteswissenschaftlich-anthroposophische Menschenbild, die Betrachtung des Menschen nach Leib, Seele und Geist und die da heraus entwickelte Sozial-Therapie, welche die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse gleichberechtigt mit einbezieht.
Aus diesem Hintergrund steht der Mensch im Mittelpunkt, er ist das Maß des Gesamtgeschehens. Sozial-Therapie als Therapieform geht auf den „ganzen Menschen“ ein, bezieht sich in seinem Ansatz auf das Ich, stärkt die gesunden Anteile des Menschen und befähigt ihn dadurch, seine Besonderheiten (Störungen, Krankheiten und Behinderungen) besser bearbeiten zu können und/oder besser mit ihnen leben zu können.
Somit ist Beziehung wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches sozial-therapeutisches Handeln.
Tragende Gestaltungselemente unserer sozial-therapeutischen Arbeit sind neben der Beziehung, Struktur und Form sowie Inhalt und Rhythmus. Unsere sozial-therapeutische Grundhaltung ist durch gegenseitige Annahme, Achtung und Rücksichtnahme gekennzeichnet. Der Jugendliche wird ernst genommen und in seinem Menschsein akzeptiert und angenommen.
Zeit, Weg und Ziel sind an den individuellen Entwicklungsnotwendigkeiten des Jugendlichen orientiert. Unsere sozial-therapeutische Arbeit geht von einem ganzheitlichen Ansatz aus, ist aktiv verbindlich, konfrontativ, themenzentriert, ziel- und erfolgsorientiert.
Auseinandersetzung und Konfrontation mit der eigenen Lage, Einsichten entwickeln, Gesamtproblematik bearbeiten, Realitätsbezüge herstellen, Ich und die Welt, die Welt und Ich, Perspektiventwicklung, Entwicklung eines Instrumentariums zur positiven Konfliktbearbeitung, etc.